Grundlagen

Solarmodule im Vergleich: Welcher Typ passt zu Ihrem Dach?

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Die Wahl des richtigen Solarmoduls ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Konfiguration Ihrer Solaranlage. Der Markt bietet verschiedene Technologien mit unterschiedlichen Staerken und Schwaechen. In diesem Artikel vergleichen wir die gaengigsten Modultypen und helfen Ihnen, die richtige Wahl fuer Ihr Schweizer Dach zu treffen.

Monokristalline Solarmodule: Der Marktfuehrer

Monokristalline Module bestehen aus einem einzigen Siliziumkristall und bieten den hoechsten Wirkungsgrad aller gaengigen Modultypen. Mit Wirkungsgraden von 20 bis 23 Prozent sind sie die erste Wahl fuer die meisten Installationen in der Schweiz. Die gleichmaessige, dunkle Oberflaeche entsteht durch den hochreinen Kristall und verleiht den Modulen ein elegantes Erscheinungsbild.

Der Herstellungsprozess ist aufwaendiger als bei anderen Technologien, was sich in einem etwas hoeheren Preis niederschlaegt. Dieser Preisunterschied hat sich in den letzten Jahren jedoch stark verringert, sodass monokristalline Module heute das beste Preis-Leistungs-Verhaeltnis bieten.

Vorteile monokristalliner Module

  • Hoechster Wirkungsgrad (20-23%) - ideal fuer begrenzte Dachflaechen
  • Beste Leistung bei schwachem Licht und bewoelktem Himmel
  • Laengste Lebensdauer und geringste Degradation
  • Elegantes, einheitliches Erscheinungsbild
  • Beste Performance bei hohen Temperaturen (niedrigerer Temperaturkoeffizient)

Polykristalline Solarmodule: Die guenstige Alternative

Polykristalline Module werden aus mehreren Siliziumkristallen hergestellt, was den Produktionsprozess vereinfacht und die Kosten senkt. Der Wirkungsgrad liegt typischerweise zwischen 15 und 18 Prozent. Die charakteristische blau-schimmernde Oberflaeche mit sichtbarer Kristallstruktur unterscheidet sie optisch von monokristallinen Modulen.

In der Schweiz werden polykristalline Module zunehmend von monokristallinen verdraengt. Der Preisunterschied ist minimal geworden, waehrend der Leistungsunterschied signifikant bleibt. Fuer grossflaechige Installationen, bei denen der Platz keine Rolle spielt, koennen sie jedoch eine kosteneffiziente Loesung darstellen.

Duennschichtmodule: Fuer spezielle Anwendungen

Duennschichtmodule verwenden eine hauchuenne Schicht aus photovoltaischem Material auf einem Traeger. Sie sind leichter und flexibler als kristalline Module, haben aber einen deutlich geringeren Wirkungsgrad von 10 bis 13 Prozent. In der Schweiz werden sie vor allem fuer Fassaden-Installationen und spezielle Anwendungen eingesetzt, bei denen herkoemmliche Module nicht geeignet sind.

Bifaziale Module: Die Innovation

Bifaziale Module koennen Licht auf beiden Seiten absorbieren und in Strom umwandeln. Durch die Reflexion von der Dachoberflaeche oder vom Schnee koennen sie 5 bis 15 Prozent mehr Energie erzeugen als herkoemmliche Module. Fuer die Schweiz sind bifaziale Module besonders interessant, da die Schneereflexion im Winter zusaetzlichen Ertrag liefert.

Bifaziale Module sind in zwei Varianten erhaeltlich: mit transparenter Rueckseite (Glas-Glas) oder mit weisser Rueckseite (Glas-Folie). Glas-Glas-Module bieten den hoechsten bifazialen Gewinn und sind gleichzeitig robuster und langlebiger.

Glas-Glas vs. Glas-Folie Module

Unabhaengig von der Zelltechnologie unterscheiden sich Module auch in ihrem Aufbau. Glas-Glas-Module haben auf beiden Seiten eine Glasschicht, waehrend Glas-Folie-Module auf der Rueckseite eine Kunststofffolie verwenden.

Glas-Glas Module

  • Hoehere mechanische Stabilitaet - wichtig fuer Schweizer Schneelasten
  • Besserer Schutz gegen Feuchtigkeit und UV-Strahlung
  • Laengere Lebensdauer (bis 30+ Jahre)
  • Geringere Degradation ueber die Lebensdauer
  • Etwas schwerer und teurer

Full-Black Module: Aesthetik trifft Leistung

Full-Black Module haben schwarze Rahmen und schwarze Rueckfolien, was zu einem einheitlich dunklen Erscheinungsbild fuehrt. Sie sind besonders beliebt bei architektonisch anspruchsvollen Projekten und in Gebieten mit strengen Gestaltungsvorschriften. Der Leistungsunterschied zu Standard-Modulen ist minimal, der Preisaufschlag gering.

Empfehlung fuer die Schweiz: Fuer die meisten Schweizer Daecher empfehlen wir monokristalline Module mit mindestens 400 Watt Leistung. Bei Schneegebieten sind Glas-Glas-Module die sicherste Wahl. Fuer aesthetisch anspruchsvolle Projekte eignen sich Full-Black Module oder Indach-Systeme.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Neben dem Modultyp gibt es weitere wichtige Kriterien fuer die Auswahl:

  • Leistungsgarantie: Mindestens 25 Jahre mit mindestens 80% der Nennleistung
  • Produktgarantie: Mindestens 12 Jahre, besser 25 Jahre
  • Temperaturkoeffizient: Je niedriger, desto besser die Leistung bei Hitze
  • Schneelast-Zertifizierung: Mindestens 5'400 Pa fuer Schweizer Verhaeltnisse
  • Herstellerreputation: Etablierte Hersteller mit Schweizer Praesenz bevorzugen

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